Die Mediation: Das Tor zur Hölle

Auch für starke Aussagen gilt, dass eine Begriffsbestimmung am Anfang erhellend sein kann. Also fangen wir mit der Hölle an ...

In erster Linie ist die Hölle wohl ein Ort an dem man sich nicht wohl fühlt. Daher möchte man da nicht hin und wenn man da ist, am Besten schnell wieder weg.

  • Sicher ist die Vorstellung von Hölle mit Angst verbunden. Auch wenn man nicht genau weiß, wovor man Angst haben muss. Aber kennt man jemand, der/die von dort guten Mutes zurückgekommen ist?
  • Ist das nicht eher ein Platz der Ohnmacht, an dem man die eigenen Geschicke nicht zufriedenstellend beeinflussen kann? Andere werden sich dort vielleicht gegen einen wenden und man wird Opfer sein, es aushalten müssen. Und selbst wird man sich schützen und verteidigen wollen, nicht wissend ob das gelingt.
  • Und wird die Hölle ewig dauern, ohne Aussicht auf Besserung?

Wer sich noch nicht mit Mediation beschäftigt hat, könnte auf die Idee kommen, dass das beschriebene Szenario in der Mediation auf die TeilnehmerInnen zukommt. Ein Szenario, das es reflexartig zu vermeiden gilt!

Aber mal ehrlich: Das ist nicht das Mediations-Setting, sondern das ist das Setting, das vorherrscht, wenn Sie sich im Konflikt befinden!

Also bitte lesen Sie nochmal von ganz oben und vergleichen nochmal: Unsicherheit, Ohnmacht, Angst - auch vor negativer Entwicklung, Bedrohung, keine Perspektive und erst recht keine Lösung.

Alles was Sie vielleicht bislang mit Mediation verbunden haben, und was Sie davon abgehalten hat, Mediation als mögliche Lösung zu sehen, könnte demnach gar nicht auf Mediation zutreffen sondern auf die Konfliktsituation, in der Sie sich bereits befinden.

Der schonungslose Blick auf Mediation

Ja, Mediation kann anstrengend sein. Aber Mediation ist ein zukunftsgewandtes und lösungsorientiertes Verfahren. Und die größte Anstrengung im Konflikt ist es oft, den Status Quo irgendwie unter Kontrolle zu halten, so dass der Konflikt nicht weiter eskaliert.

In der Mediation übernimmt diese Aufgabe die Mediatorin. Sie können sich also auf sich konzentrieren und auf die Punkte, die Ihnen wichtig sind. Die Mediatorin schafft einen sicheren Raum, in dem Probleme angesprochen werden können und gleichzeitig ein respektvoller, diskreter Umgang gewahrt bleibt. Das ist keine Psychotherapie und kein heißer Stuhl, und Sie legen sich auf keine Couch. Das ist Wirtschaftsmediation!

Wer denkt, dass dort ewiglich die dreckige Wäsche der letzten Jahre gewaschen wird, irrt sich. Auf die Vergangenheit wird nur in dem Maße eingegangen, in dem sie zur Lösungsfindung beiträgt.

Mediation ist ein sehr strukturiertes Verfahren. Was bedeutet das? Mediation hat fünf Phasen, und wenn Sie die durchlaufen haben, haben Sie auch eine Lösung. Lesen Sie hierzu auch meinen Blogbeitrag Fünf Phasen der Mediation.

Das ist keine Unterhaltung, die ewig dauert und nix bringt. Sie wissen immer an welchem Punkt in der Mediation Sie sich befinden. Lesen Sie hierzu auch meinen Blogbeitrag Visualisierung des Konflikts und Abschlussvereinbarung. In der Mediation darf auch gelacht werden, und tatsächlich wird auch oft gelacht. Auf eine heitere, erlösende und verbindende Art. Denn die Erkenntnis, dass endlich Bewegung in die Situation kommt, sich endlich Gehör verschaffen zu können, dass Lösungen vielleicht gar nicht so schwierig sind…

Das alles bringt Erleichterung und Zuversicht.

Als Mediatorin bin ich allparteilich. Was heißt das genau:

Ich habe alle Beteiligten gleichermaßen im Blick und achte darauf, dass jede/r seine Interessen und Motivationen einbringen kann. Wo Sie bislang das Gefühl hatten, der Situation ausgeliefert und nicht gewachsen zu sein, unterstütze ich Sie. Gemeinsam finden wir Wege, wie Sie sich einbringen können. Als Mediatorin achte ich darauf, dass Sie die Redezeit bekommen, die Sie benötigen um sich stimmig an der Lösungsfindung zu beteiligen. Gemeinsam bringen wir die Aussagen auch auf den Punkt und tragen so zur Konflikterhellung bei.

Die gesamte Mediation ist vertraulich. Nur die Erkenntnisse und Lösungen, denen Sie zustimmen, werden im Nachgang zur Mediation weitergeleitet und anderen zugänglich gemacht. Wozu ist das wichtig? In der vertraulichen Situation sagt man vielleicht etwas, von dem man nicht möchte, dass Nicht-Beteiligte das ohne Kontext erfahren. Oft sind das einseitige Betrachtungen oder Vorwürfe, die sich später als nicht gerechtfertigt herausstellen. Das sollte nicht Bestandteil einer Unterhaltung mit Dritten werden. Nur die Ergebnisse und Lösungen, die alle Beteiligten als ‚mitteilungswürdig‘ erachten, werden mit anderen Abteilungen, mit Beratern oder einem erweiterten Familienkreis geteilt – je nach dem Konfliktgeschehen, in dem die Mediation und auch die Lösung angesiedelt ist.

Um dieses Schreckensszenario Mediation endgültig seiner Grundlage zu berauben - nämlich der Angst vor dem Unbekannten - gibt es eine einfache Lösung: Information!

Lesen Sie auf Webseiten von Mediatoren oder noch besser: Nehmen Sie einfach Kontakt auf.

Ich stehe allen Interessierten für eine kostenlose Einschätzung der IST-Situation und der Sinnhaftigkeit einer Mediation zur Verfügung. Lernen Sie mich kennen, denn Vertrauen und Kompetenz sind mit die besten Entscheidungskriterien. Verschaffen Sie sich noch mehr Informationen über die Details der Mediation. Bleiben Sie nicht in diesem Höllenszenario der Konfliktsituation. Mediation ist nicht das Tor zur Hölle sondern der Weg raus! Treffen Sie eine Entscheidung, wie Sie Ihren Herausforderungen begegnen können. Rufen Sie an, ich unterstütze Sie gerne.

Häufig gestellte Fragen

Ist Mediation unangenehm oder beängstigend?

Nein - ganz im Gegenteil. Was sich beängstigend anfühlt, ist oft nicht die Mediation selbst, sondern der ungelöste Konflikt, in dem man sich bereits befindet. Die Vorstellung von Unsicherheit, Ohnmacht und fehlender Perspektive - das ist das Bild des Konflikts, nicht das der Mediation. Mediation bietet einen sicheren, strukturierten Rahmen, in dem eine allparteiliche Mediatorin professionell begleitet, für Ausgewogenheit sorgt und einen respektvollen, lösungsorientierten Dialog ermöglicht.

Was passiert wirklich in einer Mediation?

In der Mediation können alle Beteiligten ihre Anliegen, Interessen und Motivationen offen einbringen - ohne Unterbrechung und ohne Bewertung. Die Mediatorin führt strukturiert durch fünf klar definierte Phasen, sorgt für Ausgewogenheit und unterstützt die gemeinsame Lösungsfindung. Es gibt keine Couch, keine Psychotherapie und keinen heißen Stuhl - sondern einen professionellen, zukunftsorientierten Prozess, der auf dem Harvard-Konzept basiert und gesetzlich geregelt ist.

Muss ich in der Mediation alles offenlegen?

Nein. Die gesamte Mediation ist vertraulich. Jeder Teilnehmer entscheidet selbst, was er einbringt. Nur Lösungen und Vereinbarungen, denen alle Parteien ausdrücklich zustimmen, werden nach außen weitergegeben oder schriftlich festgehalten. Was im Rahmen des Mediationsprozesses gesagt wird, bleibt im Raum - das schafft das Vertrauen, das notwendig ist, um ehrlich und offen kommunizieren zu können.

Wie lange dauert eine Mediation?

Die Dauer hängt von der Komplexität des Konflikts und der Anzahl der Beteiligten ab. Einfachere Streitigkeiten können in einer oder zwei Sitzungen gelöst werden, während komplexe Mehrparteien-Mediationen mehrere Termine über längere Zeit erfordern. Im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren, das Monate oder Jahre dauern kann, ist Mediation jedoch deutlich schneller - und die Beziehung zwischen den Parteien bleibt erhalten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, eine Mediation zu beginnen?

Je früher, desto besser - auch wenn viele erst dann den Schritt wagen, wenn der Konflikt bereits stark eskaliert ist. Mediation ist jedoch in fast jeder Phase eines Konflikts möglich und zeigt auch bei längst verhärtet scheinenden Situationen überraschend gute Ergebnisse. Wer frühzeitig handelt, spart Zeit, Kosten und emotionale Belastung - und erhöht die Chance, die Beziehung zwischen den Parteien langfristig zu erhalten.

Was unterscheidet Mediation von einem Gerichtsverfahren?

Mediation ist freiwillig, vertraulich und lösungsorientiert - die Parteien erarbeiten gemeinsam eine Vereinbarung, die für alle tragfähig ist. Ein Gerichtsverfahren endet mit einem Urteil, das eine Seite als Sieger und die andere als Verlierer zurücklässt. Die Beziehung wird dabei meist dauerhaft beschädigt. Mediation hingegen erhält Beziehungen, ist deutlich günstiger und führt häufig zu kreativeren, passenderen Lösungen als ein Richterspruch es je könnte.

Wer Konflikte
Verschleppt, Braucht sich nicht wundern …